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Helfer im BVS

Schaut man sich bei den Organisationen des Hilfeleistungssystems in Deutschland um, so stellt man schnell fest, dass im Bereich des ehrenamtlichen Engagements im Hilfeleistungssektor immer mehr der Nachwuchs ausbleibt und dadurch die Anzahl aktiver Helfer im Bevölkerungsschutzsystem kontinuierlich abnimmt. Aktuell noch kann der fehlende Nachwuchs gut durch die Organisationen kompensiert werden. Jedoch scheint das System mehr und mehr zu bröckeln.

 

Nach wie vor haben wir in Deutschland eines der stabilsten und sichersten Hilfeleistungssysteme der Welt. Jedoch möchten immer weniger Menschen sich fest an eine Organisation binden und Ihre Freizeit im Dienste einer Hilfsorganisation verbringen. Die Bereitschaft in einer Notlage zu helfen hat jedoch mitnichten abgenommen. Die relevanten Ereignisse der letzten Jahre, wie z.B: das Elbehochwasser 2013 oder auch die Flüchtlingskrise 2015 haben gezeigt, dass Menschen trotz fehlender Zugehörigkeit zu einer Organisation nach wie vor bereit sind in Notlagen anderen zu helfen. Über Social Media wird sich erst in Schadenslagen formiert, um zu helfen. Die Rede ist hier von sogenannten ungebundenen Helfer bzw. Spontanhelfer.

Treten Menschen nicht länger Organisationen bei, möchten aber dennoch in Not- und Schadenslagen helfen, so fehlt dieser neuen Helferform im Einsatzfalle eine wichtige Grundlage: nämlich eine (Katastrophenschutz)Ausbildung bzw. anders ausgedrückt eine grundlegende Vorbereitung auf das was einen Helfer im Einsatz erwartet.

Ist einem Helfer einer Hilfsorganisation nach seiner Ausbildung klar wie z.B. Informations- und Befehlsketten laufen und Führungskräfte zu erkennen sind, so fehlen ungebundenen Helfern grundlegend Informationen über die Arbeitsweisen der einzelnen Fachdienste. Ebenso verhält es sich bei elementaren Themen wie Gefahren an der Einsatzstelle, Rechte und Pflichten im Katastrophenfall, Arbeitsschutz, Hygiene usw.

Ein solches Defizit kann schnell dazu führen, dass sich Spontanhelfer/ ungebunden Helfer in einem Einsatzfalle selbst in gefährliche Situationen begeben. Die Aufarbeitung vergangener Ereignisse hat gezeigt, dass ein solches Wissensdefizit bei ungebundenen Helfern durchaus besteht – hier müssen Systeme geschaffen werden um ein solches Wissensdefizit zu beheben um die Ressource ungebundener Helfer bestmöglich nutzbar zu machen.

Als Verein versuchen wir ein solches Problem aufzugreifen und bieten daher interessierten Bürger*innen ein Kursformat synchron einer Breitenausbildung in Erste Hilfe an. Ein solches Kursformat soll potentielle Spontanhelfer*innen/ungebundene Helfer*innen im Vorwege eines Schadensereignisses auf einen Einsatz vorbereiten.

 

Themenschwerpunkte unseres Helfers im Bevölkerungsschutz sind neben einer Basis-Erste Hilfe Schulung nach AHA Standard auch eine Brandschutzunterweisung. Die Kursteilnehmer lernen dazu kurz und knapp den Bevölkerungsschutz in Deutschland kennen und erhalten relevante Informationen zu den im Bevölkerungsschutz tätigen Organisationen.

Weiterhin thematisiert werden die Rechte und Pflichten von Spontanhelfern, mögliche Alarmierungsweg sowie regionale Meldewege, Gefahren an der Einsatzstelle, Informationen zu

Kommunikations- und meldewegen, Arbeitsschutz, Hygiene und Führungsstruktur im Einsatz, das Kennenlernen von persönlicher Schutzausrüstung sowie das Verhalten bei Sturm Hochwasser, CBRN Lagen usw. Informationen zur Stärkung der Selbsthilfefähigkeit runden dieses Kursformat ab.

 

Möchten Sie mehr zu diesem Kursformat wissen oder planen Sie einen solchen in Ihrer Nachbarschaft, im Verein oder Ihrem Betrieb, dann kontaktieren Sie uns unter .